Schau ich mir die Autos in den europäischen Städten an, so scheint mir, dass Emotionen sehr oft mehr
zum Kaufentscheid führen, als der wirklich praktische Nutzen und auch der wirkliche Spass am Automobil.
Doch wird mir fast jeder Besitzer eines fetten SUV's oder eines flachen, brutal hart gefedertem Bandscheiben belastendem Sportwagens
erklären, was doch so praktisch an seinem Liebling ist.....und so geht es vielen City Bikern.
Die Freaks, die ihren schmalen Lenker und fixen Gang(starre Nabe) verteidigen, bringen Farbe in die City und haben ihre sehr individuellen Gründe dieses unbequeme Fahrrad zu lieben. Fakt ist: 'ein Fahrrad besteht aus 3 Haupt- und weiteren Nebenrohren, hat Laufräder, Bremsen, Lenker, Kurbeln und Pedale.'
Diese Mindestausstattung ist schon sehr viel Gedönst für's menschliche Auge und reizüberflutet es. Wenn jetzt noch Schaltung, Schaltgriffe, Schutzblech, Gepäckträger und Licht hinzu kommen, ist das erstmal keine optische Bereicherung.
Deswegen machen uns die sog. Singelespeeds (Nettofahrräder) so an....sie wirken viel aufgeräumter und ästhetischer wie z.B. dieses 'Charge Plug'.

Der Biker, der aber von vorn herein den praktischen Nutzen und seinen Komfort im Sinn hat, der arangiert sich und mag dann Räder mit Vollausstattung, wie z.B. dem 'Trekkingrad Ortler Ardeche', viel lieber.

oder ein sog. Tiefeinsteiger wie z. B. das 'City BICYCLES Melbourne'

Wenn man(frau) mit nur einem Gang auskommt, dann hat das viele Vorteile, wie z.B. leichter, günstiger, wartungsärmer und schöner( vorsicht subjektiv)
Was habe ich aber davon, wenn ich mich in einer hügeligen oder bergigen Stadt wie z.B. Stuttgart oder Solingen bewege, oder die Strecken, die ich fahre einfach zu lang sind, und ich so mit einem Gang nie optimal bedient sein würde?
Habe ich mich dann für mehrere Gänge entschieden, stellt sich die Frage ' soll es eine Ketten- oder Nabenschaltung sein?
Für die Kettenschaltung spricht das geringere Gewicht und der günstigere Preis, für die Nabenschaltung die Wartungsarmut und die cleanere Optik (vorsicht subjektiv).
Sie Fragen sich jetzt vielleicht, welchen Hersteller von Schaltungen sie bevorzugen sollten. Es kommen lediglich vier Hersteller in Frage:
Beim Verschleißteil Ritzel sind Shimano und SRAM kompatibel. Bei der Wahl der Kette sind sie vom Hersteller unabhängig. Eine generelle Empfehlung für den einen oder anderen Hersteller lässt sich nicht geben. Bei den Kettenschaltungen ist Shimano in puncto Leichtgängigkeit des Schaltvorgangs Spitzenreiter. Allerdings gilt das hauptsächlich für den Neuzustand. Der Unterschied zu den anderen Anbietern wird im Laufe der Nutzung immer geringer. Der Verschleiß von Shimano-Ritzeln und Ketten ist dafür etwas höher.
Sie sollten auch wissen, dass die Rücktrittbremsen, die sie in Nabenschaltungen von Shimano bekommen können, in jedem Gang eine gleich hohe Wirkung haben. Bei SRAM ist die Bremswirkung im höchsten Gang am niedrigsten, in den niedrigen Gängen ist die Bremse stärker. Manche halten das für ungünstig, manche halten es für ein Feature, weil die Dosierung leichter fällt.
Sie müssen sich auch für Schalthebel entscheiden. Meist werden Sie Drehgriffschalter oder Daumenschalter, die unter dem Lenker angeordnet sind, anfinden. Es ist Geschmackssache, wofür Sie sich entscheiden. Drehgriffschalter lassen das Fahrrad Cockpit einfach aufgeräumter aussehen ( vorsicht subjektiv ). Die Zukunft gehört den 5 - 9Gang Nabenschaltungen mit Drehgriffschalter (vorsicht subjektiv)
26er Bereifung ist stabiler, beschleunigt schneller, ist wendiger und bietet für den sportlichen Komfort am Markt die breiteren Reifen.
Beim Beobachten z.B. des Hamburger Stadtbildes fällt es auf, dass der Altersschnitt, der Radler, die auf 26er Bereifung unterwegs sind, wesentlich jünger ausfällt, als bei den mit 28iger Fahrrädern. Für das sportliche City Cruisen, Bordsteine rauf und runter, sind 26er Bikes mit ihrem auch meist kürzeren Radständen( Abstand zwischen Vorder- und Hinterradnabe) viel geeigneter.
28er Bereifung schluckt Unebenheiten durch den grösseren Radius besser und ist leider(vorsicht subjektiv) aufgrund der Kultur des Marktes bei bestimmten Modellen die einzige Wahl. Und wenn ich das richtig verstanden habe, fällt es den Fahrrad Entwicklern leichter, rund um eine 28er Bereifung die komfortableren Bikes zu designen. Obwohl das sportliche, weniger komfortable sog. Fitness- oder Speedbike ohne Schutzblech und Gepäckträger meist auf 28er Bereifung aufgebaut ist.
Noch vor nicht langer Zeit war sich die Radwelt einig, dass schmale Reifen weniger Rollwiderstand aufweisen würden.
U.a. durch unzählige Tests ist es heute bewiesen, dass das nicht der Fall ist. Der einzige verbleibende Vorteil der schmaleren Bereifung ist das geringere Gewicht der Laufräder und somit auch der Beschleunigungswerte.
Die breiteren Reifen sind pannensicherer und sorgen für viel mehr Komfort, und sind somit die bessere Wahl für ein Stadtrad.